Warum wird die Existenz einer afrikanischen Philosophie oft bestritten?
Frage von Artemis: Warum wird die Existenz einer afrikanischen Philosophie oft bestritten?
Die Entwicklung der philosophischen Schriften im Westen führen zurück auf Sokrates, Platon, Aristoteles, Kant usw. Ich habe gelesen afrikanische ältere Schriften sind nicht vorhanden.
DR Eisendraht
Die afrikanische Philosophie basiert auf mündliche Überlieferungen in Form von Geschichten, Mythen und Poesie von Stämmen.
Wotan
Sicher, aber eure Meinung kann ich dort nicht lesen. Persönlich interessieren mich schon andere Meinungen auch.
Natürlich wurden neben materiellen auch geistige Güter ausgetauscht – wie überall auf der Welt. Insofern kann mit großer Wahrscheinlichkeit auch ein Austausch von Weisheiten oder eben philosophischen Gedankengutes angenommen werden.
Beste Antwort:
Answer by qm_sirius
Wird sie bestritten?
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Tags: afrikanischen, bestritten, einer, Existenz, Philosophie, Warum, wird

7 Kommentare zu “Warum wird die Existenz einer afrikanischen Philosophie oft bestritten?”
Von rotescamel zu 27.01.2012 | Antworten
ist mir aber nicht bekannt……
Von DR Eisendraht zu 27.01.2012 | Antworten
Wozu sollte es eine regional beschränkte Philosophie geben. Kleinkariertes Denken kommt doch ohn Philosophie aus!
Von wotan zu 27.01.2012 | Antworten
Bereits der Begriff „Afrikanische Philosophie“ ist nicht unumstritten, und er wird von verschiedenen Philosophen zudem auch ganz unterschiedlich verwendet. Obwohl aus Afrika stammende oder dort lehrende Philosophen auch in vielen traditionellen Gebieten der Philosophie schreiben und forschen (etwa zu den Fragen der Metaphysik, Erkenntnistheorie, Moralphilosophie und Politischen Philosophie), beschäftigt sich ein großer Teil der dort erscheinenden Literatur aber auch mit dem Wesen der afrikanischen Philosophie selbst. Deswegen wird sie oft (mit zum Teil guten Gründen) als fruchtlos und in sich selbst vertieft dargestellt und kritisiert, wobei aber leicht übersehen wird, dass diese Diskussion auch fruchtbare Einsichten über die Natur der Philosophie im Allgemeinen erbringen kann.
Einer der Kernpunkte der Diskussion setzt sich mit der Frage auseinander, was überhaupt genau mit dem Ausdruck „afrikanisch“ bezeichnet werden soll: Der Inhalt der dortigen Philosophie oder die Identität der dortigen Philosophen. Nach der ersten Ansicht wird eine Philosophie dann afrikanisch heißen, wenn sie sich mit spezifisch afrikanischen Themen (wie z. B. die afrikanischen Begriffe von Zeit, Person, etc.) auseinandersetzt oder dort entwickelte Methoden verwendet; nach der zweiten Meinung umfasst afrikanische Philosophie einfach denjenigen Teil der Philosophie, der von afrikanischen Philosophen (oder noch allgemeiner von Menschen afrikanischer Abstammung) erbracht wird.
Auszug aus wikipedia ->siehe dort
Im übrigen gibt es im internet (google) und >Afrikanischer Philosophie) jede Menge Einträge.
Von DarkAngel zu 27.01.2012 | Antworten
Ich weiß nichts davon, aber bei umstrittenen Dingen geht es immer darum, das die anderen nicht einer Meinung sind. Das ist bei jeder Philosophi so, jeder hat seine eigenen Vorstellungen und Theorien, die meistgewählte ist oft das Ergebnis, auch wenn es falsch ist. je mehr Leute an etwas glauben, desto gewisser ist die Lösung, denkt man…, stimmt aber nicht immer. Das liegt daran, dass Überredungskünste und der hohe Druck immer dagegenspielen. Oft wird irgendetwas schon 100 Jahre früher entdeckt, und kommt das erst auf. das liegt daran das der Mensch alles, was er nicht versteht oder verstehen will unterdrückt. Und die wenigen Gegenkämpfer verliehren oft gegen die großen unüberzeugten Mengen.
Von Robert S zu 27.01.2012 | Antworten
Weil wir Weißen zumindest ein Großteil meinen die Schwarzen haben nicht das Recht auf eine eigene Identität und da durch auch nicht auf eine eigene Philosophie. Als ich als Siebzehnjähriger in der Provinz Natal war, jetzt ein eigenständiger Staat war ich fasziniert von der schwarzen Bevölkerung und auch mein Großonkel mit samt seine Familie welche schon seit Generationen dar wohnten waren es, da lernte ich welche Philosophie sie hatten und als damaliger Priester Zögling empfand ich dies um so mehr. Man müsste die Geschichten von den hören welche seit ein paar hundert Jahren von einem Erzähler auf den anderen übergeben wurde hören, da hört man raus was sie dachten und noch denken. Wir müssen damit rechnen das es eines Tages die größten Überraschungen gibt denn es liegt ein ungeheueres Potenzial an Intelligenz in Afrika versteckt und es muss nur noch in seiner Gesamtheit wach werden. Von den Indern dachten wir das auch und wie weit sind sie jetzt schon. Ein jedes Volk auf dieser Erde hat eine Philosophie und man sollte sie beachten. Da für brauche ich kein Wikipedia.
Von Rudi zu 27.01.2012 | Antworten
Ein wichtiger Unterschied zwischen Europa und Afrika liege in der Methodik, insofern als dass das überlieferte Wissen in Afrika noch sehr lange mündlich weitergegeben wurde. Auch die mündliche Tradition erlaube jedoch eine empirische und eine dialektische Methode zu benutzen. “Die afrikanischen Wissensformen sind entweder ein Erbe der Tradition oder Erkenntnisprodukte, der in der Gegenwart noch lebenden Weisen.Jede einzelne Kultur Afrikas hat eine Ethik, eine Moral, eine Metaphysik, ein politisches Denken und eine Mystik”. (alle Zitate aus Mabe: Die Kulturentwicklung des Menschen nach Jean-Jacques Rousseau, 1997)
http://www.gaph.org/pdfs/hountondji_inhalt_rk.pdf
Wahre afrikanische Philosophie ist nach Hountondji aber erst im Entstehen, und dafür brauche Afrika kein geschlossenes System des Denkens. Besser nütze hier der Zweifel und eine ungebremste Dialektik, die neue Systeme hervorbringen würden. So könne aus individuellen Gedanken eine neue afrikanische Philosophie entstehen. Wenn alle afrikanischen Philosophen miteinander philosophieren würden, entstünde eben eine solche, aber nach geographischem Aspekt, nicht in einer einheitlich-inhaltlicher Hinsicht (S. 51/52).
http://www.gaph.org/pdfs/hountondji_inhalt_rk.pdf
Philosophie hat es in Afrika schon immer gegeben, aber es existieren Unterschiede.
Von Schleier des Nichtwissens zu 27.01.2012 | Antworten
Nur ein paar Überlegungen, die Deine These nicht in Abrede stellen sollen:
Gibt es eine Afrikanische Philosophie? Wenn ich im Gegenzug eine asiatische, europäische oder westliche Philosophie postulieren würde, gäbe es da erhebliche Schwierigkeiten hinsichtlich der Themen, der allseits akzeptierten Grundbedingungen etc. Worauf ich hinauswill: Kann man ganz Afrika einer einheitlichen Philosophie unterordnen?
Wird die Existenz einer afrikanischen Philosophie bestritten oder eher ignoriert?
Ein konkretes Beispiel: Bei der Rezeption von David Humes praktischer Philosophie wird allgemein angenommen, dass Hume von der prinzipiellen Gleichheit des Menschen ausging, unabhängig von Kultur, Ethnie oder anderen Faktoren. Allerdings findet sich in seinen politischen Essays eine Anmerkung, die kaum bestreitbar als rassistisch gegenüber den Schwarzen bezeichnet werden muss. Diese Anmerkung, die eigentlich in Relation zu seinen Werken wie “Über Moral” geringfügig ist, hat einige Diskussionen hervorgerufen. Interessanterweise finden dabei die Ansichten afrikanischer Philosophen wenig Beachtung. Das führt mich zu der Vermutung, dass es nicht explizit um die Ausgrenzung afrikanischer Philosophien geht. Vielmehr zeigt sich, dass die Philosophiegeschichte von den DWM (dead white males) geprägt wurde. Die Interessen und Denkweisen Anderer (z. B. der Frauen, der Afrikaner, der Arbeitenden usw) fanden in der europäischen Philosophie kaum eine Beachtung.